Ebersbach-Neugersdorf, 09.10.2026
Auftraggeber:
Förderzentrum Oberland "Albert-Schweitzer"
Friedrich-Ebert-Str. 27
02730 Ebersbach-Neugersdorf
Projekttitel: Praxisnahe Berufsorientierung in der Klassenstufe 7 – Potenziale entdecken, Berufsfelder erproben
1. Ausgangslage und Zielsetzung
Die Berufsorientierung in der Klassenstufe 7 dient dazu, Schülerinnen und Schüler (SuS) frühzeitig, individuell und systematisch an die Arbeits- und Berufswelt heranzuführen. Im Zentrum der Maßnahme steht die gezielte Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken, Schwächen und Interessen sowie das erste Kennenlernen realer Berufsfelder. Die Maßnahme ist curricular eng mit den Fächern Arbeitslehre und Hauswirtschaft (AL/HW) verzahnt und ergänzt die kontinuierliche Arbeit mit dem Berufswahlpass.
Ziel ist es, den Jugendlichen praxisnahe Einblicke zu gewähren, Berufsfeldkompetenzen aufzubauen und sie durch eine Kombination aus digitaler Recherche und betrieblicher Erprobung auf zukünftige Praktika vorzubereiten.
2. Inhaltliche Bausteine und Aufgabenbereiche des Trägers
Der externe Dienstleister übernimmt im engen Austausch mit der Schule und der schulinternen Berufsorientierung die Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung von drei miteinander verknüpften Themenschwerpunkten:
- Baustein A: „Meine Stärken – Meine Schwächen“ (Selbstanalyse & Profiling)
- Kompetenzfeststellung: Durchführung angepasster Analysen zur Ermittlung von Fähigkeiten, Talenten, Freizeitaktivitäten, Schulfächern, Zeitmanagement und individuellen Begabungen.
- Profilbildung: Unterstützung der SuS beim Erstellen eines individuellen Stärken-Schwächen-Profils als fundierte Basis für die weitere Berufsfeldwahl.
- Netzwerkkompetenz: Vorstellung und Vermittlung von innerschulischen Ansprechpartnern und außerschulischen Unterstützungsstrukturen.
- Baustein B: Digitale Berufsfeldrecherche „Dein erster Tag“
- Einbindung des Info-Kabinetts: Durchführung von Projektstunden im Computerraum der Schule.
- Plattformgestützte Arbeit: Begleitung der web- und medienbasierten Recherche über das Portal „DEIN ERSTER TAG“. Die SuS setzen sich hierbei aktiv mit verschiedenen Berufsfeldern auseinander.
- Berufsbildbeschreibung: Erarbeitung wesentlicher Tätigkeiten sowie Abgleich der dafür notwendigen Anforderungen mit den eigenen Stärken. Nach Eingrenzung erfolgt eine fundierte Berufsbildbeschreibung.
- Baustein C: Fachpraktische Erprobung in Betrieben (Schnupperpraktikum)
- Vorbereitung: Gemeinsam mit dem IB steuert der Träger die vorherigen Recherchetätigkeiten der SuS und unterstützt beim aktiven Kontaktaufbau zu regionalen Betrieben.
- Durchführung: Begleitung und Koordination eines kurzen, passgenauen Schnupperpraktikums zur praktischen Erprobung.
- Nachbereitung: Durchführung einer individuellen Auswertung der betrieblichen Erfahrungen, Reflexion und Dokumentation im Berufswahlpass.
3. Methodik und pädagogischer Ansatz
- Kleingruppen- und Individualarbeit: Die Maßnahme ist so zu gestalten, dass neben kooperativen Arbeitsformen in Kleingruppen ein hoher Anteil an individueller Betreuung sichergestellt ist.
- Förderpädagogische Hilfestellung: Der Träger muss eine differenzierte, förderpädagogische Unterstützung anbieten, um Jugendlichen mit besonderem Unterstützungsbedarf eine barrierefreie und erfolgreiche Teilnahme zu ermöglichen.
- Portfolio-Arbeit: Alle Ergebnisse werden verbindlich in den Berufswahlpass integriert.
4. Rahmenbedingungen und Eckdaten
- Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7.
- Durchführungszeitraum: 10.11.2026 bis 30.06.2027
- Abgabefrist für Angebote: 07.11.2026
- Ort: Info-Kabinett und Fachräume (AL/HW) der Schule sowie kooperierende regionale Betriebe.
Anforderungen:
Der Auftragnehmer muss nachweisbare Erfahrung in der Arbeit mit Kindern/Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf besitzen. Das Training ist flexibel an das jeweilige Leistungs- und Aufmerksamkeitsniveau der Gruppen anzupassen. Die Kursanbieterin/der Kursanbieter verpflichtet sich zu regelmäßigen Feedbackgesprächen mit den zuständigen Pädagogen sowie zu einer kurzen schriftlichen Abschlussbeurteilung des Projektverlaufs.
Zwingende Ausschlusskriterien (Mindeststandards):
> Erweitertes Führungszeugnis (gesetzliche Pflicht in Deutschland bei der Arbeit mit Minderjährigen, nicht älter als 3 Monate bei Projektbeginn)
> Nachweis des Masernschutzes (durch Vorlage des Impfausweises) für Personen, die nach dem 31. Dezember 1970 geboren sind.
Qualitative Zuschlagskriterien (Punktevergabe):
Referenzen:
Nachweis von mindestens zwei ähnlichen Projekten an Schulen, Förderzentren o. a. sozialen Einrichtungen.
Die Einreichung der Angebote erfolgt schriftlich oder per E-Mail an das Förderzentrum Oberland "Albert-Schweitzer" bis zum 07. November 2026 unter der E-Mail-Adresse
Für Fragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung unter : 03586/3690313
Rückmeldungen erfolgen bis zum 08.11.2026